Gesammeltes Wissen aus 6 Jahren übergeben

IMG_2647[1]Am Montag erreichte die Verantwortlichen der Marktgemeinde Hörsching eine ganze Wagenladung voll Wissen über Ortsentwicklung – und zwar im wahrsten Sinn des Wortes: Der Kofferraum war randvoll gefüllt mit Ordnern, Akten, Konzepten, Fachliteratur, Ideensammlungen und Studien zum Thema Ortsentwicklung. Auch das Ortsplatz-Modell, das im Zuge der vor-ort-ideenwerkstatt entstand, wurde eingepackt. All diese Unterlagen überreichten wir im Zuge der Gemeinderatssitzung am Montag, 4. Juli 2016 dem Gemeinderat.

Somit ist die Sammlung der mühsam erarbeiteten und erhobenen Dokumenten an der Stelle deponiert, die ab sofort für die Ortsentwicklung von Hörsching wieder alleine verantwortlich ist.

In einer kurzen Rede betonte Obmann Alexander Ronacher vor den Gemeinderäten noch einmal, dass wir hoffen, dass sorgsam mit den Unterlagen umgegangen und die Arbeit der letzten beinahe 6 Jahre achtsam und verantwortungsvoll weitergeführt wird und dass wir ab nun davon ausgehen, dass die Gemeindevertreter in der Sachorientiertheit, Tiefe und Umsicht, wie der Ortsentwicklungsverein es getan hat, weiterarbeiten.

Wir erwarten uns als Bürger das von den gewählten Vertretern, denn schließlich werden sie auch dafür bezahlt.

Ortsentwicklungsverein stellt seine Arbeit und Aktivitäten ein

In einer außerordentlichen Generalversammlung am 1. Juli 2016 haben die Mitglieder des Ortsentwicklungsvereins Liebenswertes Hörsching mit nur einer Stimmenthaltung beschlossen, ihre Arbeit einzustellen und den Verein mit Wirkung von 1. September 2016 freiwillig aufzulösen. Damit gehen knapp sechs Jahre intensiver Begleitung der Gemeindeverantwortlichen bei der Erarbeitung von Konzepten für die Weiterentwicklung des Ortskerns und anderer Teile unserer Gemeinde zu Ende.

Der Verein wurde im Herbst 2010 im Zuge der damals neu gestarteten Initiative für die Ortsentwicklung gegründet. Ziel war es, interessierte Gemeindebewohner im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens in den erforderlichen Veränderungsprozess einzubinden. Das ist gut gelungen und wurde von der Hörschinger Bevölkerung hervorragend angenommen. Gemeinsam wurden viele Ideen und Konzepte erarbeitet, schließlich wurden mehr als 100 konkrete Vorschläge in einem Masterplan zusammengefasst und an die Verantwortlichen der Gemeinde übergeben. Dieser Plan war in der Folge Entscheidungsgrundlage für den Gemeinderat, diverse Grundstücke und Häuser am Ortsplatz und seiner Umgebung anzukaufen, um damit Spielraum und Platz für die Umsetzung zu schaffen. Dabei ist im gemeinsamen Bemühen viel in die Zukunft investiert worden und viel Positives geschehen.

Politik übernimmt Verantwortung

In den letzten Monaten musste der Verein feststellen, dass sich die Gemeindeverantwortlichen entschieden haben, die endgültige Ausformulierung und vor allem die konkrete Umsetzung von Zielen und Plänen, abweichend von ursprünglichen Konzeptentwürfen, ohne Begleitung durch Bürgerbeteiligung umzusetzen. Entscheidungen wurden getroffen, die für den Ortsentwicklungsverein und einige externe Experten, mit denen der Ortsentwicklungsverein tiefgreifende, sachliche Auseinandersetzungen führte, nicht nachvollziehbar sind, da ihnen notwendigen Zusammenhängen und Rahmenbedingen fehlen. Der Weg des konstruktiven Diskurses und des Miteinanders im Dialog mit dem Ortsentwicklungsverein wurde von Seiten der Gemeinde verlassen. Das ist zwar bedauerlich, aber ohne Zweifel legitim, schließlich besteht der Gemeinderat aus gewählten Mandatarinnen und Mandataren der Parteien, die vom direkt gewählten Bürgermeister geführt werden. Die offiziellen Gemeindevertreter haben Verantwortung übertragen bekommen und müssen sich ihren Wählerinnen und Wählern für ihr Handeln und ihre Entscheidungen rechtfertigen. Das gilt erst recht für so wichtige Aufgaben wie der schon lange fälligen Neugestaltung des Ortszentrums von Hörsching, wo viel öffentliches Geld einzusetzen sein wird, das schlussendlich von den Steuerzahlern aufgebracht werden muss.

Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan

Der Ortsentwicklungsverein ist weder mit politischer Macht, noch mit öffentlichen Budgets ausgestattet. Ausschließlich die mündliche Zusage des Bürgermeisters zur Zusammenarbeit war gegeben.  Die faktischen Möglichkeiten des Ortsentwicklungsvereins sind begrenzt und die Zeit der Annahme von Empfehlungen und Konzeptvorschlägen durch die Politik ist wie erwähnt vorbei. In dieser Erkenntnis hat der Verein beschlossen, seine Arbeit und Aktivitäten einzustellen.

Die Mitglieder haben fast sechs Jahre lang in ihrer Freizeit enorm viel geleistet und im Sinne unserer Kinder und der nachkommenden Generationen, anderer Vereine und Organisationen sowie Wirtschaftstreibenden versucht, die besten Lösungen für die Zukunft unserer Gemeinde zu suchen. Die Aktivitäten des Vereins waren in jedem Sinn des Wortes ehrenamtlich – die Proponenten haben weder einen Cent an Entschädigung verlangt noch bekommen. Denn: es war uns eine Ehre, für unseren Lebensraum arbeiten zu dürfen. Wir sind dankbar für die großartige Beteiligung der  Bevölkerung und für die Unterstützung bei den verschiedensten Veranstaltungen, auch für die vielen positiven Rückmeldungen und die befruchtenden  Begegnungen auf persönlicher Ebene.

Wir ersuchen um Verständnis für unseren Schritt und wünschen den Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde eine glückliche Hand der gewählten Organe der Gemeinde, so dass sie bei der Ausgestaltung der Pläne für die Neuausrichtung des Ortskerns und deren konkreter Umsetzung auch entsprechenden Weitblick und Vertiefungswillen beweisen. Die aktuell gegebene Jahrhundertchance muss in unser aller Interesse bestmöglich wahrgenommen werden.

 

Glück auf für dieses wichtige Vorhaben!

 

Zensur durch Gemeinde: Beitrag aus Gemeindezeitung gestrichen

Schon seit Jahren berichtet der Ortsentwicklungsverein in seinen Beiträgen in der Gemeindezeitung regelmäßig über den Fortschritt der Ortsentwicklung. Die Erstellung dieser Berichte nehmen sowohl der Obmann als auch die Schriftführerinnen sehr ernst. Bisher wurden diese wohl recherchierten Berichte in der Gemeindezeitung meist unverändert abgedruckt.

Bei der diesmaligen Ausgabe (Ausgabe 2 / Juni 2016) kann mann allerdings wirklich von einer Zensur (vom lateinischen censura: Versuch der Kontrolle der Information) sprechen. Unser über eine A4-Seite langer Artikel wurde komplett aus der Gemeindezeitung gestrichen – leider wurden wir darüber nicht informiert, so dass wir über den Grund dieser Zensur nur Mutmaßungen anstellen können…

Für alle, die den Bericht dennoch gerne in aller Ausführlichkeit lesen möchten, stellen wir diesen hier gern der Öffentlichkeit zur Verfügung: Beitrag OEVH zur Gemeindezeitung Juni 2016.

Gemeinderat hat entschieden!

Bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 9. Mai 2016 betonte der Ortsentwicklungsverein erneut die Sachverhalte zum Thema Ortskernbelebung aus Sicht der Nutzungsperspektive (wesentliche Inhalte dazu finden Sie auch im Bericht „Jahrhundertchance wird mit Füßen getreten„). Den von Obmann Alexander Ronacher dabei verwendeten Foliensatz finden Sie hier.

Alexander Ronacher betonte im Zuge der Sitzung noch mal unsere größte Sorge: Diese ist, dass zwar nun Nutzungen, die wir u.a. vorbereitet haben, auch eingebettet werden (Musikschule, Bäckerei, Mediathek, Gesundheitsinstitutionen, u.e.m. …), aber aus dem notwendigen sinnvollen Zusammenhang der Positionierung gerissen werden. Eine weitere Sorge liegt darin begründet, dass durch den Verkauf bzw. die Vergabe an Wohnbauträger viele weitere Gebäude mit zu viel Wohnraumnutzung am Platz anstelle von Funktionsnutzungen entstehen – und damit weniger Platz und Flair für das sich Wohlfühlen und sich Treffen wollen entstehen kann. Es ist nicht förderlich alles auf das Maxium zu verbauen.

Weiters ist es aus unserer Sicht bedeutend, den Charakter der noch bestehenden Objekte zu wahren, sowie das neu zu errichtende „Haus der Begegnung“ architektonisch harmonisch in die Platzgestaltung einzubetten – idealerweise wird dazu ein Architektenwettbewerb abgehalten, um die beste Idee für dieses Gebäude zu erhalten. (mehr …)

Sauerteig rund um das Öhlingerhaus

Öhlinger-Haus im Zentrum von Hörsching

Öhlinger-Haus im Zentrum von Hörsching

Das Öhlingerhaus nimmt eine herausragende Position inmitten des Ortsplatzes ein, recht viel zentraler geht es nicht. Seine Hauptfassade ist fast exakt nach Süden ausgerichtet, die Exposition ist damit bezüglich Licht und Sonne geradezu idealtypisch für ein frisches und einladendes Geschäftslokal, wo sich idealerweise Menschen zum Austausch treffen können. Zwei Gärten dahinter und davor bieten unzählige Gestaltungsreserven für zukünftige Nutzungen. In Summe ist es also ein perfekter Standort für einen gewerblichen Betrieb im Herzen unserer Gemeinde, der die dringend notwendige Frequenz im Hörschinger Zentrum bringen bzw. bestmöglich fördern soll. Das Haus spielt daher im Ortsentwicklungskonzept eine wichtige Rolle, vor allem auch deshalb, weil der Wunsch der Bevölkerung nach der Wiedererrichtung eines attraktiven Bäckers mit Kaffeehaus und Nahversorgungsangeboten bei verschiedensten Befragungen sehr deutlich formuliert wurde.

Mitte 2014 hat sich für die Gemeinde eher überraschend die Möglichkeit ergeben, das Öhlingerhaus zu kaufen. Zur Wahrung der Entwicklungschancen hat man klugerweise rasch für einen Erwerb entschieden (mehr …)

Jahrhundertchance für den Ortsplatz wird mit Füßen getreten!

Die Mitglieder des Ortsentwicklungsvereins haben in den letzten Jahren durch ihre Arbeit, bei der alle an einen Tisch geholt wurden, viele in Hörsching wachgerüttelt. Visionen und Masterpläne wurden gemeinsam mit der Bevölkerung und politischen Vertretern entwickelt. Dadurch bekamen viele Ortsplatzanwohner wieder eine Perspektive, dass sich doch noch etwas am Ortsplatz von Hörsching in eine belebende Richtung entwickeln könne. So waren einige bereit, ihre Immobilie für die Belebung der Gemeinde zur Verfügung zu stellen. Mit dieser Chance haben wir die Möglichkeit, nun in sinnvollen Zusammenhängen von Gebäuden und Flächen bis zum Grünraum im Ortszentrum (Zentrumspark), der eine nachweislich wichtige Rolle für das sich Wohlfühlen spielt, zu denken und notwendige Zusammenhänge zwischen Nutzungen wieder herzustellen (z.B. Fleischhauer, Bäcker, Regionalladen, Konditorei, Kaffeehaus, Mediathek, Kleinkulturraum, Physiopraxis, Ärzte und viele mehr). Wir haben somit eine „Jahrhundertchance“, den Ortsplatz von Hörsching wieder nachhaltig zu beleben. Diese Jahrhundertchance bezieht sich aber nicht nur auf den Ortsplatz, sondern auch auf das Identitätsgefühl der Menschen von Hörsching, die durch ein anziehendes, belebtes Zentrum auch wieder das Gefühl bekommen, gerne hier zu leben und stolz auf ihren Heimatort zu sein. Eine Jahrhundertchance im wahrsten Sinn des Wortes – und wir setzen uns dafür ein, dass diese nicht einfach mit Füßen getreten wird, sondern ernsthaft und in der Verantwortung für unsere Kinder und die nachfolgenden Generationen in entsprechender Qualität und Sinnhaftigkeit umgesetzt wird. (mehr …)

Lenkungsbeirat 22.03.2016

Mit 4-monatigem Abstand fand nun – nach mehrmaliger Anfrage des Ortsentwicklungsvereins für einen zeitnahen Folgetermin – der nächste Lenkungsbeirat statt, in dem folgende Themen besprochen wurden:

Der Bürgermeister informierte uns darüber, dass der Abriss des Öhlinger-Hauses durch den Bauausschuss beschlossen wurde. Begründung dafür ist, dass die Sanierungskosten den gegenübergestellten Neuerrichtungskosten von ca. 800.000 Euro nahezu gleich wären und aufgrund des neu erstellten Hochwasserschutzzonenplanes der geplante ebenerdige Eingang baurechtlich nicht möglich sei.

Weiters wurde die derzeitige Nutzung des Öhlinger-Hauses durch den Gemeinderat wegen Einsturzgefahr mit sofortiger Wirkung zurückgezogen.

Für den Neubau des Gebäudes werde es von Seiten der Gemeinde Vorgaben geben.

Der Gemeindevorstand wird über die zukünftigen Nutzungen beraten.

Die sechs Ärzte, welche sich für das Gesundheitszentrum (von Gemeindevertretern als „Ärztezentrum“ bezeichnet) interessieren, machten dem Amtsleiter und dem Bürgermeister gegenüber die Aussage, dass sie nicht gemeinsam mit einer Musikschule in einem Haus sein wollen. Andere Interessenten – und anderem ein Bäckerei-Betrieb – gaben für dieses Haus (ehemals Schummergruber und Alt) laut Aussage des Bürgermeisters bereits eine fixe Zusage.

Die Krabbelstube muss bis 2018 errichtet werden. Diese soll im Zentrumspark errichtet werden. Des Weiteren gibt es bereits die Überlegung, dass dort auch sehr viele Eigentumswohnungen und ein Eltern-Kind-Zentrum entstehen sollen.

 

Die Sicht des Ortsentwicklungsvereins zu diesen Punkten lesen Sie nächste Woche an dieser Stelle!

Verlängerung der Straßenbahnlinie „3“ von Linz zur Trauner Kreuzung

In Kürze ist es soweit: die Straßenbahnlinie „3“ wird von Linz bis zur Trauner Kreuzung verlängert. Für uns Hörschinger bedeutet das eine noch einfachere Einreise in „die Stadt“ mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer – wie wir – diese neue Verbindung künftig nutzen möchte, findet hier einen Link zum Fahrplan der neuen Linie „3“.

Auch die Anreise bis zur Trauner Kreuzung ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut möglich, beispielsweise durch den neuen „Flughafenbus“. Sie finden hier den Link zum Fahrplan „Flughafenbus“.

Nebenbei sei bemerkt: Wer bei diesen frühlingshaften Temperaturen, wie sie derzeit vorherrschen, auch noch was für seine Gesundheit und Fitness tun will, der steigt am besten gleich aufs Fahrrad um. Die neuen Haltestellen an der Linie „3“ wurden alle mit Fahrradabstellanlagen errichtet. Diese sind überdacht und mit Fahrradboxen ausgestattet. Viel Spaß beim Radeln!

Leistungsüberblick: die Mitglieder des OEVH waren auch 2015 sehr umtriebig…

Auch im vergangenen Jahr waren wir vom Ortsentwicklungsverein wieder sehr aktiv. An dieser Stelle möchten wir einen kurzen Überblick darüber geben, an welchen Aktivitäten rund um die Ortplatzgestaltung und Ortskernbelebung wir beteiligt waren. Bei Fragen zu den einzelnen Punkten oder bei Interesse an näheren Details, können Sie uns gerne via E-Mail (info@oevh.at) kontaktieren!

  • Im Jahr 2015 hielten wir sechs Vereinssitzungen ab, um die Informationen zu transportieren.
  • Wir waren wir in 8 Lenkungsbeiratssitzungen aktiv.
  • Gemeinsam mit der Marktgemeinde und dem Projektleiter Bernhard Rihl wurde ein      Nutzungsworkshop rund um das Öhlingerhaus abgehalten.
  • Im Februar 2015 informierten wir interessierte Hörschingerinnen und Hörschinger beim Ortsplatzdialog über den aktuellen Stand der Dinge und forderten die Anwesenden auch immer wieder auf, uns mit ihren Ideen zu unterstützen.

(mehr …)

© 2015